board – Benutzungsanleitung für Schüler:innen

Stand: board 2.13.0

Diese Anleitung beschreibt, wie du board als Schülerin oder Schüler nutzt – im Mathematikunterricht, aber auch in anderen Fächern wie Physik, Chemie, Informatik oder Deutsch. Sie ist so geschrieben, dass sie auch mit einem Screenreader gut lesbar ist: alle wichtigen Funktionen, Schaltflächen und Tastenkürzel werden ausgeschrieben benannt.

Hinweis zu Begriffen: „Lehrkraft" meint deine Lehrerin oder deinen Lehrer; „Board" meint die geteilte digitale Arbeitsfläche, an der du gemeinsam mit deiner Klasse oder allein mit deiner Lehrkraft arbeitest; „Organisation" meint deine Schule oder Einrichtung, der dein Konto zugeordnet ist.


Inhalt

  1. Was board ist und wofür
  2. Anmelden
  3. Aufbau der Oberfläche
  4. Fächer, persönliches Board und gemeinsames Board
  5. Verbindung zu einem Board der Lehrkraft
  6. Schreiben und Rendern
  7. Mathematik in board-Syntax
  8. Text strukturieren mit Markdown
  9. Hilfe von der KI anfordern
  10. Dateien öffnen, speichern, exportieren
  11. Material und Blatt
  12. Ausgabe in eigenem Tab
  13. Konto: Profil, Passwort, Abmelden
  14. Tastenkürzel im Überblick
  15. Barrierefreiheit
  16. Häufige Fragen
  17. Anhang: Vollständige Referenzen

1. Was board ist und wofür

board ist eine kollaborative digitale Arbeitsumgebung für den Unterricht. Du tippst links in ein Textfeld, rechts erscheint sofort eine sauber gerenderte Darstellung – mit Brüchen, Wurzeln, Vektoren, Matrizen und so weiter. Alles, was du schreibst, sieht deine Lehrkraft live, und umgekehrt.

Typische Unterrichtssituationen:

Der zentrale Gedanke: Du arbeitest sichtbar, die Lehrkraft kann jederzeit mitlesen und mit dir zusammen weitermachen. Dadurch wird Unterstützung viel direkter, als wenn du am eigenen Notebook still vor dich hin arbeitest und nur ein fertiges Ergebnis abgibst.


2. Anmelden

Die Schüler-Anmeldung findest du unter der Adresse https://board.buen.dev/.

Organisation wählen: Über dem Anmeldeformular siehst du, für welche Organisation (deine Schule oder Einrichtung) du dich anmeldest. In den meisten Fällen ist die richtige Organisation schon voreingestellt und du brauchst nichts zu tun. Gehörst du zu einer anderen Organisation, klicke auf wechseln, suche im Feld Organisation wählen nach dem Namen oder dem Kürzel deiner Schule und wähle sie aus. Dein Benutzername gilt jeweils innerhalb deiner Organisation.

  1. Benutzername eingeben (den hat deine Lehrkraft oder die Schule für dich angelegt).
  2. Passwort eingeben.
  3. Auf „Weiter" klicken oder mit Enter bestätigen.

Du brauchst keine E-Mail-Adresse. Falls du dein Passwort vergessen hast, wende dich an deine Lehrkraft oder die Schuladministration – dort kann es zurückgesetzt werden.

Didaktisch: Das eigene Konto sorgt dafür, dass dein Name an deinen Beiträgen sichtbar ist (z. B. in der Teilnehmerliste der Lehrkraft) und dass du ein eigenes, dauerhaftes Arbeitsboard hast, in dem deine Bearbeitungen über Stunden und Wochen hinweg bestehen bleiben.


3. Aufbau der Oberfläche

Die Hauptansicht besteht aus einer Leiste und darunter zwei nebeneinanderliegenden Bereichen:

Darüber findest du:

Die Leiste im Einzelnen:

Element Wofür
Fach (Menüknopf) Zeigt das aktuelle Fach und öffnet die Liste deiner Fächer; mit den Pfeiltasten auswählen, Enter wechselt das Fach
Fächer… Dialog zum Anlegen, Umbenennen, Sortieren und Löschen von Fächern (siehe Abschnitt 4)
Persönlich / Gemeinsam Wechsel zwischen deinem Board im Fach und dem gemeinsamen Board des Fachs (siehe Abschnitte 4 und 5)
Aktionen Menü mit Öffnen…, Speichern, Historie… und Löschen…
A− / A+ Verändert die Schriftgröße der Vorschau in 2-pt-Schritten (Voreinstellung 12 pt)
Gleichlauf Schalter: Eingabe und Vorschau scrollen absatzweise gemeinsam (Voreinstellung aus)

Das Menü Aktionen:

Eintrag Wofür
Öffnen… Eine lokale Textdatei (Endung „.md" oder „.markdown") in die Eingabe laden
Speichern Die aktuelle Eingabe als Textdatei herunterladen
Historie… Zeigt die letzten drei automatisch gesicherten Stände des Fachs zum Wiederherstellen (siehe Abschnitt 4); nur im persönlichen Board
Löschen… Leert die Eingabe nach einer Sicherheitsabfrage; nur im persönlichen Board

Schaltflächen direkt am Eingabefeld:

Schaltfläche Wofür
Material Öffnet die Suche im Materialportal in einem neuen Tab (siehe Abschnitt 11)
Blatt Öffnet das Arbeitsblatt, das deine Lehrkraft gerade freigegeben hat, in einem neuen Tab (siehe Abschnitt 11)
Hilfe Fordert einen KI-Tipp im persönlichen Board an (siehe Abschnitt 9)
Berechnen Berechnet die aktuelle Zeile numerisch und fügt das Ergebnis darunter ein (siehe Abschnitt 7.1)

Schaltflächen am Ausgabe-Bereich:

Schaltfläche Wofür
Ausgabe Öffnet die gerenderte Ausgabe in einem eigenen Browser-Tab – auch mit Alt + Umschalt + A (siehe Abschnitt 12)
Format Auswahlfeld mit HTML, Word (.docx), PDF und E-Buch; die Wahl bleibt auf diesem Gerät gespeichert. HTML und das Speichern als Text oder Markdown sind immer frei; Word, PDF und E-Buch gehören zur Board-Lizenz oder zu einer Schule mit Lizenz
Exportieren Lädt die Ausgabe im gewählten Format herunter – auch mit Alt + Umschalt + E

Gleichlauf: Ist der Schalter Gleichlauf eingeschaltet (er meldet seinen Zustand als gedrückt oder nicht gedrückt), folgt die Vorschau dem Scrollen in der Eingabe und umgekehrt: Es folgt immer die Seite, die du nicht bedienst. Die Zuordnung läuft absatzweise; ein hoher Block wie ein Bild oder eine Formel in der Vorschau wird dabei gleichmäßig durchlaufen, ohne zu springen. Das Scrollen verschiebt weder den Fokus noch den Cursor, ein Screenreader sagt dazu nichts an. Sprünge über den Fokus-Knopf oder per Klick auf eine Überschrift lösen kein Mitscrollen der Gegenseite aus. Der Schalter ist standardmäßig aus; die Einstellung wird auf diesem Gerät gespeichert, und beim Umschalten meldet eine Live-Ansage „Gleichlauf ein“ oder „Gleichlauf aus“.

Vorschau-Schriftgröße (A− / A+): Die beiden Schaltflächen am rechten Ende der Leiste ändern die Schriftgröße nicht nur am Bildschirm, sondern gleichermaßen beim Browser-Druck und im HTML-/Word-Export – so bleibt die exportierte Datei genauso groß wie zuletzt in der Vorschau eingestellt. Auch die Beschriftungen von Funktionsgraphen aus plot(...) wachsen mit – im Bild in der Vorschau und im PDF-Download; nur Braille-Beschriftungen und die Ausgabe für Schwellpapier behalten ihre feste Größe. Die Einstellung wird auf diesem Gerät gespeichert und bleibt auch nach dem nächsten Öffnen von board erhalten. Ist die kleinste oder größte Stufe erreicht, wird das per Live-Ansage für Screenreader gemeldet, statt die Schaltfläche einfach zu deaktivieren – so bleibt der Tastaturfokus erhalten.


4. Fächer, persönliches Board und gemeinsames Board

Fächer: Jedes Fach ist ein eigenes persönliches Board. (In Konten ohne Schulbezug, etwa bei Einzelkonten, heißen sie Themen; alles hier gilt dann sinngemäß.) Du beginnst mit dem Fach Allgemein (das lässt sich nicht löschen) und kannst weitere anlegen, zum Beispiel „Mathematik" oder „Physik" – insgesamt bis zu 12. So bleiben deine Aufzeichnungen je Fach getrennt.

Daneben gibt es zwei Knöpfe:

Wofür das im Unterricht gut ist:

Tastenkürzel: Alt + Umschalt + W wechselt zwischen persönlichem und gemeinsamem Board.

Frühere Stände (Historie): Du musst nichts von Hand sichern. board sichert den Stand deines persönlichen Boards automatisch: beim Wechsel des Fachs, beim Schließen der Seite und alle 15 Minuten, solange du schreibst. Behalten werden die letzten drei Stände je Fach. Im Menü Aktionen öffnet Historie… die Liste; mit Wiederherstellen holst du einen Stand zurück. Vorher sichert board deinen aktuellen Stand, sodass er danach selbst in der Historie steht. Die Historie gibt es nur im persönlichen Board. Wichtiges, das du länger aufbewahren möchtest, speicherst du mit Aktionen → Speichern als Datei und lädst es später mit Öffnen… wieder.


5. Verbindung zu einem Board der Lehrkraft

Die Verbindung gehört zum Fach. Du richtest sie einmal pro Fach ein; danach genügt ein Klick auf Gemeinsam.

Einmalig einrichten: Wähle das Fach und klicke auf Gemeinsam. Hat das Fach noch kein gemeinsames Board, öffnet sich ein Dialog mit diesen Feldern:

  1. Lehrerkürzel – das Kürzel deiner Lehrkraft (z. B. „mae").
  2. Boardname – der Name, den die Lehrkraft euch nennt (z. B. „gleichungen"). Der vollständige Boardname setzt sich dann automatisch zusammen, zum Beispiel „mae_gleichungen".
  3. Code – nur, wenn deine Lehrkraft das Board mit einem Code geschützt hat; das Feld erscheint dann von selbst.

Im Dialog steht auch der Hinweis, dass die Lehrkraft alles sieht, was in diesem Fach steht. Mit Verbinden bist du verbunden und siehst gleich das gemeinsame Board. Die Zuordnung bleibt für das Fach gespeichert.

Danach: Wählst du das Fach, baut board im Hintergrund die Verbindung zum Board des Fachs auf; die Statuszeile meldet das. Du arbeitest zunächst im persönlichen Board, und ein Klick auf Gemeinsam zeigt das gemeinsame Board. Wechselst du in ein anderes Fach, wechselt die Verbindung mit; ein Fach ohne Board hat keine Verbindung. Nach längerer Pause trennt board die Verbindung von selbst, ein Klick auf Gemeinsam stellt sie wieder her.

Zuordnung ändern oder lösen: In Fächer… steht bei jedem Fach, mit welchem Board es verbunden ist. Zuordnung lösen beendet die Verbindung; die Lehrkraft sieht das Fach danach nicht mehr. Ein anderes Board verbindest du über Gemeinsam in einem anderen Fach.

Link der Lehrkraft: Schickt dir die Lehrkraft einen Link zum Board, öffnet er nach der Anmeldung denselben Dialog – mit Kürzel und Boardname schon ausgefüllt.

Schreibrecht auf dem gemeinsamen Board: Standardmäßig kann auf dem gemeinsamen Board nur die Lehrkraft schreiben – alle anderen lesen mit. Die Lehrkraft gibt zu einem Zeitpunkt jeweils einer Schülerin oder einem Schüler gezielt das Schreibrecht frei. Sobald sie es einer anderen Person erteilt oder es ausdrücklich entzieht, ist die Schreiberlaubnis wieder weg. In der Statuszeile siehst du sofort, ob du gerade selbst schreiben darfst oder nur mitliest.

Didaktisch: Das gemeinsame Board ist also kein freier Chat-Raum, sondern eine geführte Arbeitsfläche. Die Lehrkraft entscheidet, wer wann etwas beiträgt – und du arbeitest in der Zwischenzeit auf deinem persönlichen Board weiter, ohne dass dein Tipp- und Denkfluss gestört wird.


6. Schreiben und Rendern

Wenn deine Verbindung kurz wackelt, baut sich board selbstständig neu auf. In der Statuszeile siehst du, was gerade passiert.


7. Mathematik in board-Syntax

Für Mathematik nutzt board eine eigene, lineare Eingabesprache. Mathematische Ausdrücke schreibst du zwischen zwei Backtick-Zeichen. Das Backtick ist der kleine schräge Strich, den du auf der Tastatur meist links oben (neben der Rücktaste) oder über die Taste mit dem Apostroph erreichst. Beispiel:

Das tippst du Das siehst du in der Vorschau
Die Lösung ist x = (-b +- sqrt(b^2 - 4*a*c)) / (2*a). Die Lösung ist x=−b±b2−4⋅a⋅c2⋅ax = \frac{-b \pm \sqrt{b^{2} - 4 \cdot a \cdot c}}{2 \cdot a}x = (-b +- sqrt(b^2 - 4*a*c)) / (2*a)x = (-b +- sqrt(b^2 - 4*a*c)) / (2*a).

Daraus wird in der Vorschau die normale Mitternachtsformel.

Grundregeln:

Die wichtigsten Bausteine – du tippst das linear, und board macht daraus in der Vorschau die gewohnte Formelschreibweise:

Eingabe Vorschau Bedeutung
x^2 x2x^{2}x^2x^2 Potenz: x hoch 2
1/2 12\frac{1}{2}1/21/2 Bruch, in der Vorschau gestapelt (Zähler über Nenner)
(a+b)/(a-b) a+ba−b\frac{a + b}{a - b}(a+b)/(a-b)(a+b)/(a-b) mehrteiliger Bruch (a+b im Zähler, a−b im Nenner)
sqrt(9) 9\sqrt{9}sqrt(9)sqrt(9) Quadratwurzel
root(3)(x) x3\sqrt[3]{x}root(3)(x)root(3)(x) n-te Wurzel (hier 3. Wurzel aus x)
a*b a⋅ba \cdot ba*ba*b Multiplikation mit Malpunkt
x +- 3 x±3x \pm 3x +- 3x +- 3 Plus-Minus
pi ~~ 3,14 π≈3,14\pi \approx 3{,}14pi ~~ 3,14pi ~~ 3,14 π ungefähr gleich
sin(x), cos(x), ln(x) sin⁡(x)\sin(x)sin(x)sin(x), cos⁡(x)\cos(x)cos(x)cos(x), ln⁡(x)\ln(x)ln(x)ln(x) Funktionsschreibweise
vec(1;2;3) (123)\begin{pmatrix}1\\2\\3\end{pmatrix}vec(1;2;3)vec(1;2;3) Spaltenvektor
mat((a;b)(c;d)) (abcd)\begin{pmatrix}a & b\\ c & d\end{pmatrix}mat((a;b)(c;d))mat((a;b)(c;d)) 2×2-Matrix
int_0^1 f(x) dx ∫01f(x)dx\int_{0}^{1} f(x)\,dxint_0^1 f(x) dxint_0^1 f(x) dx bestimmtes Integral von 0 bis 1
sum_(i=1)^n a_i ∑i=1nai\sum_{i = 1}^{n} a_{i}sum_(i=1)^n a_isum_(i=1)^n a_i Summe von i=1 bis n
H_2O H2OH_{2}OH_2OH_2O chemischer Index (auch ohne Backticks)

Wie die Vorschau wirklich aussieht, siehst du sofort, sobald du in board schreibst. Eine vollständige Übersicht aller mathematischen Schreibweisen findest du im Anhang verlinkt.

Didaktisch: Diese lineare Schreibweise ist nahe an dem, wie du eine Formel laut vorliest – „Wurzel aus x", „a hoch 2". Dadurch behältst du beim Tippen den mathematischen Gedanken im Kopf, anstatt mit einem Formeleditor zu kämpfen.

7.1 Numerisches Berechnen

Mit zwei Tastenkürzeln lassen sich Ausdrücke direkt numerisch auswerten – das Ergebnis wird als neue Zeile darunter eingefügt:

Tastenkürzel Wirkung
Alt + Umschalt + B Aktuelle Zeile berechnen (oder Schaltfläche „Berechnen" klicken)
Strg + Umschalt + B Gesamtes Dokument neu berechnen – nach einer Sicherheitsabfrage werden zuerst alle alten Ergebniszeilen gelöscht, dann alle Ausdrücke frisch berechnet

Beispiel: Du schreibst sin(30°) + 1/2 und drückst Alt + Umschalt + B. board fügt darunter eine Ergebniszeile ein, die mit einem Doppelpfeil beginnt:

=> 1

Das funktioniert mit Arithmetik, trigonometrischen Funktionen, Logarithmen, Wurzeln, Einheitenrechnungen und vielem mehr.

„Berechnen" rechnet numerisch – es vereinfacht nicht symbolisch. x + x wird also nicht zu 2*x zusammengefasst, sondern erfordert konkrete Zahlenwerte.

Eigene Funktionen definieren: Mit f(x):=x^2 legst du eine eigene Funktion fest. Sie gilt ab dieser Zeile für alle folgenden Zeilen im Dokument – schreibst du z. B. darunter f(3) und berechnest, erhältst du 9. Auch einfache Konstanten gehen so: a:=5.

Nachkommastellen und Winkelmaß einstellen: Mit einer Direktive ganz oben im Dokument steuerst du, wie viele Nachkommastellen deine Ergebnisse haben. Sie gilt für das ganze Dokument – für „Berechnen" einzelner Zeilen genauso wie fürs Neu-Berechnen:

Direktive Wirkung
nachkomma: 3 Ergebnisse auf 3 Nachkommastellen runden (Standard, wenn keine Direktive gesetzt ist)
nachkomma: 2 Ergebnisse auf 2 Nachkommastellen runden
nachkomma: keine Volle Präzision, kein Runden

Die Schlüsselwörter gibt es auch englisch: decimals: 3 (oder decimals: none) für nachkomma und angle: deg oder angle: rad für winkel. Die deutschen bleiben gültig.

Zusätzlich lässt sich das Winkelmaß für trigonometrische Funktionen festlegen (Standard: Grad):

Direktive Wirkung
winkel: grad Winkel in Grad (Standard) – sin(30) = 0,5
winkel: rad Winkel im Bogenmaß – sin(pi/6) = 0,5

Auch bei periodischen Dezimalzahlen wie 1/9 (board zeigt sie mit „…" am Ende an, z. B. 0,111…) rundet nachkomma korrekt – nachkomma: 4 liefert dafür 0,1111.

Änderst du nachkomma, nachdem du schon etwas berechnet hast, zeigen bereits vorhandene Ergebniszeilen noch den alten Wert. Strg + Umschalt + B löscht – nach einer Sicherheitsabfrage – alle alten Ergebniszeilen und rechnet das Dokument mit dem aktuellen nachkomma-Wert neu.

7.2 Grafik: Funktionsgraphen erzeugen

Neben der Schaltfläche „Berechnen" findest du den Link „Grafik". Er öffnet in einem neuen Tab eine eigene Seite, mit der du Funktionsgraphen erstellst – als Bild in der Vorschau und zum Herunterladen als Datei.

Steht dein Cursor beim Klick auf „Grafik" gerade in einer Zeile mit einem plot(...)-Befehl, übernimmt board dessen Einstellungen (Funktionen, Bereich, Titel usw.) direkt in das Formular der Grafik-Seite – du musst sie nicht erneut eintippen.

So gehst du vor:

  1. Trage im Feld „Funktionen, maximal drei" deine Funktion ein, z. B. f(x) = x^2 (bis zu drei Funktionen, je eine pro Zeile).
  2. Optional: „Titel" und „Kurvenlabels" (z. B. f g h). Heißt eine Funktion „f(x)=x+1", beschriftet board die Kurve mit f; ein anderer Name kommt aus dem Feld „Kurvenlabels". Ein Term ohne Namen, etwa „x+1" oder „y=x+1", bleibt ohne Beschriftung. Wer gar keine Kurvenlabels möchte, nimmt unter „Orientierungshilfen" den Haken bei „Kurvenlabels" heraus.
  3. Optional: „Punkte" – eigene Punkte, die in die Grafik eingezeichnet werden, in der gewohnten Schreibweise, z. B. S(4|5). Statt des senkrechten Strichs geht auch ein Semikolon: S(4;5). Mehrere Punkte trennst du durch Semikolon, Leerzeichen oder Zeilenumbruch; der Name ist optional – S(1;2); (3;4) zeichnet einen Punkt mit dem Namen S und einen ohne Namen. Jeder Punkt bekommt Hilfslinien mit seinen Koordinaten zu beiden Achsen. Punkte außerhalb des eingestellten Bereichs werden nicht gezeichnet.
  4. Trage x-min, x-max, y-min und y-max ein – den sichtbaren Bereich des Koordinatensystems.
  5. Klicke oben auf „Berechnen" (oder drücke Alt + Umschalt + B).
  6. Die Grafik erscheint rechts. Klick auf die Grafik (oder Enter, wenn sie den Fokus hat) öffnet eine Ansicht, die das ganze Fenster füllt und nur die Grafik zeigt, ohne Titel. Ein Klick auf die große Grafik oder der Knopf „Kopieren" legt sie als Bild in die Zwischenablage, zum Einfügen in ein Dokument; mit Esc oder dem Knopf „Schließen" kehrst du zurück.

Änderungen, die nur die Darstellung betreffen (z. B. Ausgabevariante, Länderprofil, Titel, Kurvenlabels, Punkte, Labelmodus, Gitter/Gitterwerte/Rahmen), erscheinen sofort in der Grafik, ohne dass du „Berechnen" klicken musst. Änderst du dagegen Funktionsterme oder x-/y-Bereich, markiert board die Grafik als „veraltet" (Hinweis in der Statuszeile über der Grafik, gedimmtes Bild, und der Knopf „Berechnen" heißt dann rot „Neu berechnen"), bis du ihn klickst oder den Shortcut drückst.

Histogramm: Im Feld „Darstellung" (ganz oben im Formular) schaltest du zwischen Funktion und Histogramm um. Beides in einem Bild geht nicht; im Histogramm-Modus verschwinden die Funktionsfelder, dafür erscheint das Feld „Daten". Dort gibst du eine Binomialverteilung ein (B(20;0,3)), eine Wertetabelle (ein Eintrag je Zeile, 3:0,0716; auch Brüche wie 3/45) oder Klassen mit relativen Häufigkeiten (0..10:0,35). Der Bereich passt sich den Balken an, solange du x-/y-Grenzen nicht selbst änderst, und die Vorschau aktualisiert sich sofort. Zusätzlich möglich: „Hervorheben von/bis" schraffiert die Balken eines Bereichs, zum Beispiel für P(X ≤ 5) nur „bis" ausfüllen – die Schraffurart (schräg, Kamm, senkrecht) wählst du wie bei der Fläche unter einer Funktion; „Glockenkurve darüberlegen" zeichnet die Normalverteilung mit gleichem Mittelwert und gleicher Streuung gestrichelt über das Histogramm; „Balkenwerte beschriften" schreibt den Wert über die Balken (in Braille nur dort, wo Platz ist). Für Schwellpapier und Braille weist board mit einer Hinweiszeile im Bild darauf hin, wenn die Balken zu schmal werden (unter 3 mm); dann hilft ein engerer x-Bereich. Im Board geht dasselbe mit plot(histogramm=B(20;0,3)); Funktion und Histogramm lassen sich in einem Befehl nicht mischen.

Beispiele für das Feld „Daten":

Du willst … So schreibst du es
eine Binomialverteilung B(20;0,3) – n = 20 Versuche, Trefferwahrscheinlichkeit p = 0,3
eine eigene Verteilung aus einer Tabelle ein Eintrag je Zeile, links der Wert k, rechts die Wahrscheinlichkeit: 0:0,729 1:0,243 2:0,027 3:0,001
dieselbe Tabelle mit Brüchen oder Prozent 2:1/36 3:2/36 … oder 7:16,7 %
Klassen mit relativen Häufigkeiten ein Eintrag je Zeile, von..bis und die Häufigkeit: 0..10:0,35 10..20:0,45 20..40:0,2

Das Dezimalzeichen ist das Komma. Zwischen den Einträgen stehen Zeilenumbruch, Semikolon oder senkrechter Strich, nie ein Komma. Bei Klassen ist die Balkenhöhe die Häufigkeit je Einheit, damit die Fläche eines Balkens die Häufigkeit zeigt; die Klassen dürfen sich nicht überlappen. Eine ungültige Eingabe meldet board mit einem Satz in der Statuszeile, zum Beispiel „Binomialverteilung: p muss zwischen 0 und 1 liegen."

Bildbeschreibung: Über der Fläche schaltest du mit „Grafik" und „Beschreibung" um, wie im Dokumentkonverter zwischen Vorschau und Original: Es ist immer nur eines von beiden zu sehen. Die Bildbeschreibung ist der Text zur Grafik für alle, die das Bild nicht sehen. board erstellt ihn bei jeder Berechnung selbst, ohne KI: Er nennt die Funktionen (bei mehreren mit ihrer Linienart), den Bereich, die markierten Punkte (Nullstellen, Hoch-, Tief-, Wendepunkte, Schnittpunkte und deine eigenen Punkte), eine schraffierte Fläche und eine Rechtecksumme. Er nennt nur, was gezeichnet ist, und nie einen Wert, den die Aufgabe erst berechnen lässt (kein Flächeninhalt, keine Summe der Rechtecke). Den Text kannst du im Feld ändern; er bleibt dann stehen, auch wenn du die Grafik änderst, und die Statuszeile weist darauf hin, damit du ihn prüfst. Mit „Automatischen Text übernehmen" holst du die automatische Fassung zurück, mit „Text kopieren" legst du den Text im Feld (auch deine geänderte Fassung) in die Zwischenablage. Der Text ist der Alternativtext der SVG-Datei. Die vergrößerte Ansicht zeigt nur die Grafik, ohne Text. Die Sprache folgt dem gewählten Länderprofil, wie bei der Legende der Grafik: Deutsch bei Deutschland, Österreich und Schweiz, Englisch bei Großbritannien und so weiter. Die KI-Beschreibung und die Seite im ZIP gibt es auf Deutsch und Englisch.

Bildbeschreibung mit KI: Mit „Mit KI ausführlicher beschreiben" schreibt eine KI auf Knopfdruck eine Fassung mit dem Verlauf der Kurven von links nach rechts, mit Symmetrie und Polen. Sie bleibt kurz (höchstens drei Sätze zum Aufbau und je Kurve höchstens drei Sätze) und schreibt Formeln wie im Board in Backticks und in Board-Schreibweise, so wie du sie im Funktionsfeld eintippst, nicht in LaTeX. In der SVG-Datei lässt board die Backticks weg; im Feld, beim Kopieren und im ZIP bleiben sie stehen. Sie bekommt nur die Funktionsterme, den Bereich und den Text im Feld, kein Bild und keinen Namen, und soll nichts berechnen, was nicht gezeichnet ist. Die Funktion gehört zur KI-Lizenz und läuft nur auf deinen Klick; unter dem Text nennt die Statuszeile die Dauer. Sie ersetzt den Text im Feld; „Automatischen Text übernehmen" holt die regelbasierte Fassung zurück. Steht neben dem Knopf „trusted", läuft die KI in einer vertraulichen, attestierten Umgebung (Privatemode); das Zeichen erscheint nur, wenn deine Organisation ein solches Modell nutzt. Das Ergebnis ist ein Vorschlag: Lies ihn, bevor du ihn weitergibst, und ändere ihn bei Bedarf.

Export als ZIP mit Bildbeschreibung: Bei der Ausgabeart „Braille" steht links unter „Braille-Optionen" (zusammen mit 6-/8-Punkt und „Abstand an Kreuzungen") das Kästchen „Mit Bildbeschreibung (ZIP)". Bei „Low Vision" gibt es das Kästchen nicht, der Export liefert dort nur die einzelne Datei; die Bildbeschreibung bleibt trotzdem der Alternativtext der SVG-Datei. Ist es angehakt, lädt board ein ZIP herunter: darin die Datei der Grafik (PDF, SVG oder die Druckdatei für Elotype oder SpotDot) und die Bildbeschreibung als HTML-Datei, wie beim Dokumentkonverter: mit gesetzten Formeln (Formeln in Backticks werden wie in jedem HTML-Export zu MathML) und mit dem plot-Befehl der Grafik als Text, den du in ein Board einfügen kannst. Ohne Haken bekommst du nur die einzelne Datei, zum Beispiel das PDF für den Fuser. Bei den Druckdateien für Elotype und SpotDot ist der Haken zunächst gesetzt, bei PDF und SVG nicht; deine Wahl merkt sich board für beide Gruppen getrennt. „An die Elotype senden" schickt immer nur die Druckdatei.

Als Plot-Befehl übernehmen: Die Schaltfläche „plot(…)" (Tooltip „plot(…)-Befehl kopieren") erzeugt aus der aktuellen Einstellung (Funktionen, Bereich, Titel, Labelmodus, Ausgabevariante, Länderprofil, Gitter, markierte Punkte, Exportformat) den passenden plot(...)-Befehl und kopiert ihn in die Zwischenablage. So kannst du eine hier ausprobierte Ansicht direkt in ein Board einfügen, statt sie manuell nachzubauen.

Schriftgröße (A− / A+): Die beiden Schaltflächen rechts über der Grafik vergrößern oder verkleinern die Beschriftungen der Grafik – in der Anzeige und im Export. Die Einstellung ist dieselbe wie bei A− / A+ über der Board-Vorschau. Braille-Beschriftungen und die Ausgabe für Schwellpapier behalten ihre feste Größe.

Seitenformat: Rechts oben, direkt vor A− / A+, stehen zwei Umschalter mit einem hohen und einem breiten Rechteck: „Hochformat" und „Querformat" (der gewählte ist rot). Die Grafik zeigt das gewählte Format sofort, und PDF und SVG richten sich danach. Die Wahl bleibt auf diesem Gerät gespeichert. Ein früher gespeichertes „PDF Querformat" wird als Seitenformat „Querformat" übernommen.

Exportieren: Wähle unter „Format" PDF oder SVG und klicke dann auf „Exportieren". SVG ist eine Bilddatei. Die Einträge stehen in der Reihenfolge PDF, SpotDot, SVG.

SpotDot (taktile Grafik): Steht die Ausgabeart auf „Braille", bietet die Auswahl „Format" zusätzlich „SpotDot" an (der SpotDot-Druckauftrag). Sie erzeugt eine A4-Seite im Hochformat (das Gerät prägt nur so). Ist über der Vorschau „Querformat" gewählt, wird die Grafik quer gerechnet und gedreht auf das Hochformatblatt gelegt: Die Oberkante der Grafik liegt am linken Blattrand, zum Lesen drehst du das Blatt im Uhrzeigersinn. Die Datei heißt dann board-grafik-spotdot-tiger20-a4-quer.prn; die Auswahl des Seitenformats nennt das als kurzer Tooltip Die Seite, die ganz auf den Nadelabstand des ViewPlus SpotDot (Emprint) gerechnet ist: alle Nadeln gleich hoch, nur Schwarz, Gitterlinien und Achsen eine, Graphen zwei Nadeln breit. Die PRN-Datei (board-grafik-spotdot-tiger20-a4.prn) ist ein fertiger Druckauftrag. So prägen Sie sie an dem Windows-Rechner, an dem der SpotDot angeschlossen ist:

  1. Den Drucker in Windows freigeben (Einstellungen, Drucker und Scanner, Druckereigenschaften, Reiter „Freigabe", Freigabename ohne Leerzeichen, zum Beispiel SpotDot).

  2. In der Eingabeaufforderung die Datei unverändert an den Drucker kopieren:

     cmd /c copy /b "C:\Users\Name\Downloads\board-grafik-spotdot-tiger20-a4.prn" \\localhost\SpotDot
    
  3. Alternativ die PRN-Datei im Tiger Viewer öffnen, die Vorschau ansehen und von dort drucken.

PRN bei Low Vision. Bei der Ausgabeart „Low Vision" erzeugt der Eintrag „SpotDot" (bei „Braille" die taktile Seite von oben) und prägt die Low-Vision-Grafik mit Braille-Beschriftung: alle Linien eine Nadel breit und in voller Höhe (Höhe 7), denn unterschiedliche Nadelhöhen haben sich nicht bewährt. Nur Flächenmarkierungen (Schraffur von Flächen, Rechtecksummen und Histogrammbalken) stehen in halber Höhe (4). Die Kurven unterscheiden sich durch das Muster: die erste ist durchgezogen, die zweite gestrichelt, die dritte gepunktet; die Legende steht in einer Zeile mit Linienprobe und Name, ohne Beschreibung der Linienart. Mit dem Haken „Abstand an Kreuzungen" lassen Gitter, Hilfslinien und Achsen Abstand zu den wichtigeren Linien, und um Braille und die Winkelmarken der Kurvenlabels bleibt ein freier Streifen von mindestens einer Nadel, sodass keine Linie die Punkte unterbricht; das gilt auch für die PRN-Datei bei „Braille". Ohne den Haken werden Marken und Braille einfach über Linien und Schraffur geprägt. Die Tinte wird fein gezeichnet (die Tintenseite hat 600 DPI, nicht nur die 1,27-mm-Stufen der Nadeln) in den Farben der Low-Vision-Grafik (Kurven blau, Hilfslinien rot, Gitter grau, Achsen schwarz); unter jeder Braillezelle steht die Beschriftung zusätzlich in Schwarzschrift. Braille wird nur geprägt, ohne Tinte. Die Farbe ändert die Nadelhöhe nicht. Die Datei heißt board-grafik-spotdot-tiger20-lowvision-a4.prn und wird genauso geprägt wie die andere PRN-Datei. Die Voreinstellung der Auswahl „Format" ist „PDF". Den normalen SVG- und PDF-Export ändert die Auswahl nicht, und „SpotDot" liefert bei „Braille" die taktile, bei „Low Vision" die Low-Vision-Seite. Das gewählte Format bleibt beim erneuten Öffnen der Grafik-Seite und beim Wechsel der Ausgabeart erhalten.

Elotype (taktile Grafik): Steht die Ausgabeart auf „Braille", bietet die Auswahl „Format" auch „Elotype" an. Sie erzeugt die Datei board-grafik-elotype-a4.prn für die Elotype 4E und 5 von Blista-Brailletec (A4, Hochformat; bei Querformat wird die Grafik gedreht auf das Blatt gelegt, die Datei heißt dann board-grafik-elotype-a4-quer.prn). Die Elotype prägt jeden Punkt einzeln: Linien erscheinen als Punktreihen mit festem Abstand nach Länge (durchgezogen etwa 1,6 mm, gepunktet etwa 2,8 mm, bei mehreren Funktionen durchgezogen, gepunktet, kombiniert), die Beschriftung als Punktschrift. Wie die Datei zur Elotype kommt (COM-Anschluss, Windows), steht in der Anleitung für Lehrkräfte im Abschnitt „Elotype (Blista-Brailletec)". In Chrome und Edge lässt sich die Datei auch direkt senden: Schaltfläche „An die Elotype senden" neben „Exportieren" (einzuschalten in den Einstellungen).

Weitere Felder auf der Seite:

Feld Bedeutung
Ausgabeart „Low Vision" für kontrastreichere, größere Darstellung mit Schwarzschriftlabels, „Braille" für den Schwellpapier-Export (Fuser) mit Braillelabels
Orientierungshilfen: Gitter Blendet dezente Linien bei den Achsen-Ticks ein – wirkt in jeder Ausgabevariante gleich
Orientierungshilfen: Gitterwerte Blendet die Zahlenwerte an den Ticks ein, unabhängig vom Gitter
Orientierungshilfen: Rahmen Blendet den äußeren Rahmen um die Grafik ein oder aus
Orientierungshilfen: Kurvenlabels Beschriftet jede Kurve mit ihrem Namen in einer Winkelmarke (Voreinstellung an); ohne Haken bleiben die Kurven unbeschriftet

Direkt im Board: Du kannst einen Graphen auch ohne die Grafik-Seite erzeugen – schreib z. B. plot(x^2) in eine Zeile und drücke Alt + Umschalt + B wie beim Berechnen (siehe 7.1). board fügt darunter ein Bild des Graphen sowie einen PDF-Download-Link ein. Bei Braille-Beschriftung (labelMode=braille) oder der Ausgabeart fuser oder lowVision stehen darunter als Liste zusätzlich die Links „Taktile Grafik für den ViewPlus SpotDot herunterladen (PRN)“ und „Taktile Grafik für die Elotype herunterladen (PRN)“. Welcher Link oben steht, richtet sich nach dem Brailledrucker in den Einstellungen; ohne Wahl steht PDF zuerst. Das Seitenformat der Druckdateien folgt dem Befehl (orientation= oder export=pdf-hoch/pdf-quer); fehlt die Angabe, gilt die Papiergröße aus den Einstellungen (A4 hoch oder A4 quer). Die Reihenfolge der Links gilt auch in der Vollbild-Ansicht.

Implizite Kurven: Neben Funktionen lassen sich auch Gleichungen in x und y zeichnen, zum Beispiel plot(x^2+y^2=1) (Kreis) oder plot(x^2/4+y^2=1) (Ellipse). board löst die Gleichung nach y auf, zeichnet alle Äste und verbindet sie dort, wo sie sich treffen, zu einer geschlossenen Kurve. Eine solche Kurve zählt wie eine Funktion (höchstens drei je Grafik). Gibst du im Befehl keinen eigenen Bereich an (xMin, xMax, yMin, yMax), zeichnet board beide Achsen im gleichen Maßstab, damit ein Kreis rund aussieht; mit eigenem Bereich bleibt dieser unverändert. Nullstellen, Extrema, Wendepunkte, Schnittpunkte und die Fläche darunter werden für sie vorerst nicht berechnet. Lässt sich die Gleichung nicht nach y auflösen, meldet board das.

7.3 Formel bearbeiten

Alt + Umschalt + F (oder die Schaltfläche „Formel" unter der Eingabe) öffnet ein kleines
Arbeitsfenster nur für eine einzelne Formel: ein Eingabefeld links, eine Live-Vorschau daneben,
darunter die Schaltflächen „Schritt speichern", „Übernehmen" und „Abbrechen" – ohne den
restlichen Editor drumherum.
Gedacht für schnelles Ausprobieren und besonders praktisch mit Braillezeile, weil sich eine Formel
so entwickeln und sofort prüfen lässt, ohne durch den ganzen Text zu navigieren.

Termumformungen Schritt für Schritt: Statt das Fenster nach jeder Zeile neu zu öffnen, kannst
du mit Shift + Strg + Enter (oder der Schaltfläche „Schritt speichern") den aktuellen
Formelinhalt als Zeile in einem zusammenhängenden Rechenblock ablegen. Das Fenster bleibt dabei
offen und das Feld wird nicht geleert – du bearbeitest die gerade gespeicherte Zeile direkt zur
nächsten weiter, statt sie neu zu tippen. Erst der letzte Schritt wird mit Strg + Enter
(„Übernehmen") abgeschlossen.

Minimalbeispiel – Ableitung von f(x) = (x²+3)/(x+2) per Quotientenregel:

  1. Alt + Umschalt + F öffnen, eintippen: f(x) = (x^2+3)/(x+2)
  2. Shift + Strg + Enter („Schritt speichern")
  3. Feld direkt weiterbearbeiten zu: f'(x) = (2x*(x+2) - (x^2+3)*1)/(x+2)^2
  4. Shift + Strg + Enter
  5. Feld weiterbearbeiten zu: f'(x) = (2x^2+4x-x^2-3)/(x+2)^2
  6. Shift + Strg + Enter
  7. Feld weiterbearbeiten zu: f'(x) = (x^2+4x-3)/(x+2)^2
  8. Strg + Enter („Übernehmen") schließt ab.

Ergebnis im Dokument ist ein einzelner Rechenblock mit allen vier Zeilen:

f(x)=x2+3x+2f(x) = \frac{x^{2} + 3}{x + 2}f(x) = (x^2+3)/(x+2)f(x) = (x^2+3)/(x+2)
f′(x)=2⋅x⋅(x+2)−(x2+3)⋅1(x+2)2f'(x) = \frac{2 \cdot x \cdot (x + 2) - (x^{2} + 3) \cdot 1}{(x + 2)^{2}}f'(x) = (2x*(x+2) - (x^2+3)*1)/(x+2)^2f'(x) = (2x*(x+2) - (x^2+3)*1)/(x+2)^2
f′(x)=2⋅x2+4⋅x−x2−3(x+2)2f'(x) = \frac{2 \cdot x^{2} + 4 \cdot x - x^{2} - 3}{(x + 2)^{2}}f'(x) = (2x^2+4x-x^2-3)/(x+2)^2f'(x) = (2x^2+4x-x^2-3)/(x+2)^2
f′(x)=x2+4⋅x−3(x+2)2f'(x) = \frac{x^{2} + 4 \cdot x - 3}{(x + 2)^{2}}f'(x) = (x^2+4x-3)/(x+2)^2f'(x) = (x^2+4x-3)/(x+2)^2

8. Text strukturieren mit Markdown

Außerhalb der Backticks ist die Eingabe Markdown. Damit ordnest du deine Lösung übersichtlich.

Die wichtigsten Markdown-Elemente:

Eingabe Wirkung in der Vorschau
# Aufgabe 3 große Überschrift
## Lösung Unterüberschrift
**fett** fett gedruckt
*kursiv* hervorgehoben (im Board-Stil)
- Punkt A / - Punkt B Aufzählung mit Punkten
1. Erster / 2. Zweiter nummerierte Liste
> Hinweis hervorgehobenes Zitat / Hinweisblock
Drei Bindestriche (---) waagerechte Trennlinie

Beispiel (Quelltext einer Lösung):

# Aufgabe 3 – Quadratische Gleichungen

Gegeben: a = 1, b = -3, c = 2.

## Lösung

1. Diskriminante: D = b^2 - 4*a*c = 1
2. Wurzel: sqrt(D) = 1
3. **Lösungen:** x_1 = 2, x_2 = 1

> Probe: 1 * 2^2 - 3 * 2 + 2 = 0. Stimmt.

(Innerhalb dieses Kastens bleibt alles unverändert als Rohtext stehen – so, wie du es tatsächlich eintippen würdest. Ohne den Kasten hätte board jede Formel sofort gerendert und du hättest die Eingabesyntax nicht mehr gesehen.)

Formelblöcke (mehrere Mathematik-Zeilen)

Wenn du mehrere Zeilen Mathematik untereinander schreiben möchtest – z. B. ein Gleichungssystem oder eine längere Umformung – nutze einen Formelblock: eine Zeile mit drei Backticks und dem Wort math, dann die Formeln, dann drei schließende Backticks. Der Block wird in der Vorschau linksbündig mit einer gemeinsamen Ausrichtung gerendert.

Optional kannst du dem Block eine Nummer oder einen Titel geben – er erhält dann eine Klammerlinie links:

(7.1)
a2+b2=c2a^{2} + b^{2} = c^{2}a^2 + b^2 = c^2a^2 + b^2 = c^2

Eine vollständige Markdown-Referenz mit allen Sonderfällen findest du im Anhang verlinkt.

Formeln aus Word, PDF oder Webseiten einfügen

Kopierte Formeln bringen oft mathematische Sonderzeichen mit, die es auf keiner Tastatur gibt – das Zeichen für „kleiner gleich", einen Doppelpfeil, einen griechischen Buchstaben oder ein kursives mathematisches Alphabet. Du musst sie nicht von Hand ersetzen: board schreibt sie beim Rendern automatisch in die eigene Schreibweise um. Aus dem Zeichen für „kleiner gleich" wird also <=, aus dem Doppelpfeil <=>, aus dem Symbol für die reellen Zahlen RR.

Das lohnt sich nicht nur der Bequemlichkeit wegen: solche Zeichen sind auf einer Braillezeile teils gar nicht darstellbar. Ein kursives mathematisches Alphabet lässt dort im Test die gesamte Formel verschwinden. Nach der Umschreibung wird sie normal ausgegeben.

Zwei Grenzen solltest du kennen:

Didaktisch: Strukturierte Lösungen helfen dir beim Denken. Eine Überschrift pro Aufgabe, klare Schritte als Liste, Endergebnis fettgedruckt: das macht deine Arbeit sowohl für dich selbst beim Lernen als auch für die Lehrkraft beim Mitlesen viel klarer.


9. Hilfe von der KI anfordern

Im persönlichen Board gibt es eine Schaltfläche „Hilfe". Sie ist aktiv, sobald dein Fach mit einem gemeinsamen Board deiner Lehrkraft verbunden ist – board weiß dann, in welchem Fach du gerade arbeitest, und die Lehrkraft hat die KI-Hilfe für diese Stunde freigegeben.

So nutzt du die Hilfe:

  1. Schreib deine Rechnung oder deinen Gedanken bis zu der Stelle, an der du nicht weiterkommst.
  2. Klicke auf „Hilfe" oder drücke Alt + Umschalt + H.
  3. Die KI fügt dir direkt einen Tipp in dein Board ein – erkennbar am Pfeil-Präfix „->" am Zeilenanfang. Kein fertiger Lösungsweg, sondern ein Anstoß zum Weiterdenken.

Didaktisch wichtig: Diese Hilfe ist kein Spickzettel, sondern ein höflicher Hinweis, wie ihn auch deine Lehrkraft geben würde, wenn sie gerade über deine Schulter schaut. Vollständige Musterlösungen oder ein freier KI-Chat sind in der Schüler-Ansicht bewusst nicht vorhanden – das ist eine pädagogische Entscheidung, keine technische Einschränkung.

Wenn die Hilfe-Schaltfläche abgeblendet ist, zeigt die Statuszeile beim Klicken den Grund: meist „nicht im persönlichen Board" oder „kein gemeinsames Board verbunden".


10. Dateien öffnen, speichern, exportieren

Lokale Textdateien

Export der gerenderten Ausgabe

Über die Export-Schaltfläche im Ausgabe-Bereich. Für die Weitergabe empfohlen: HTML – nur HTML liefert sowohl die korrekt gerenderte Formel als auch das vorlesbare MathML mit aus.

Format Wofür
HTML (empfohlen) Visuell vollständig, mit eingebettetem MathML für Screenreader. Erste Wahl für Abgabe, Lernplattform, Weitergabe an Mitschüler:innen.
Word (.docx) Notlösung für Empfänger:innen, die kein HTML akzeptieren. Mathematik liegt teils nur als linearer Quelltext vor – für JAWS-Nutzer:innen aber gut weiterzuverarbeiten.
PDF Notlösung, wenn nur eine Druckdatei erwartet wird. Das PDF entsteht durch Drucken derselben HTML-Ausgabe – vom MathML bleibt dabei nur das Schriftbild übrig. Formelstruktur und die eingebettete lineare Fassung gehen verloren. Das PDF ist zwar getaggt (Überschriften, Absätze, Dokumentsprache Deutsch), kennt für Formeln aber keine Tags; abgesetzte Formeln tragen als Alternativtext ihre lineare Schreibweise, Formeln im Fließtext nicht. Für Screenreader oder Braillezeile deshalb nicht geeignet.
E-Buch (.docx) Spezialformat für barrierefreie E-Book-Dienste (z. B. DAISY-Aufbereitung). Formeln werden als linearer Quelltext mit der Markierung <L>…</L> ausgegeben. Für normale Abgaben nicht geeignet.

Tipp: Vor einer Abgabe noch einmal kurz in der Vorschau prüfen, ob alle Formeln gerendert aussehen. Wenn ein Backtick fehlt, siehst du das rechts sofort.


11. Material und Blatt

Die Schaltfläche „Material" öffnet die Volltextsuche des Materialportals (/md/suche) in einem neuen Browser-Tab. Gib dort ein Stichwort ein (z. B. „Kettenregel") – die Suche durchsucht alle Blätter und zeigt zu jedem Treffer den Kurs, einen Link zum Blatt und eine kurze Textstelle mit dem Suchbegriff.

Blatt: das aktuell bearbeitete Arbeitsblatt

Direkt daneben steht die Schaltfläche „Blatt". Sie öffnet in einem neuen Tab genau das Arbeitsblatt, das deine Lehrkraft für die Stunde freigegeben hat – du musst also keine Adresse abtippen und nicht selbst im Materialportal suchen.


12. Ausgabe in eigenem Tab

Die Schaltfläche Ausgabe am Ausgabe-Bereich öffnet die gerenderte Ausgabe in einem eigenen, großen Browser-Tab. Sinnvoll, wenn:

Der Eingabe-Tab läuft normal weiter; Änderungen werden in den Ausgabe-Tab übernommen, sobald du ihn dort neu lädst.


13. Konto: Profil, Passwort, Abmelden

Oben rechts findest du dein Konto-Menü (Schaltfläche mit deinem Namen, Pfeil ▾):

Unter Referenzen (zum Aufklappen auswählen) laden die vier folgenden Einträge ihren Text in deine Eingabe – die muss dafür leer sein:


14. Tastenkürzel im Überblick

Alle Tastenkürzel funktionieren so, dass sie keine wichtigen Browser-Kürzel überschreiben:

Tastenkürzel Wirkung
Alt + I Fokus springt in die Eingabe – wenn du zuvor eine Überschrift in der Vorschau angesteuert hast (per Tastatur oder Klick), springt der Cursor direkt zur entsprechenden Stelle im Quelltext
Alt + O Fokus springt in die Ausgabe
Alt + Umschalt + H Hilfe anfordern (KI-Tipp im persönlichen Board)
Alt + Umschalt + B Aktuelle Zeile berechnen (Ergebnis wird darunter eingefügt)
Strg + Umschalt + B Gesamtes Dokument neu berechnen – mit Sicherheitsabfrage (löscht alte Ergebnisse, rechnet alles frisch)
Alt + Umschalt + W Zwischen persönlichem und gemeinsamem Board wechseln
Alt + Umschalt + F Formel bearbeiten öffnen (siehe 7.3)
Strg + Leertaste (im Formeldialog, in Formeln auch in der Haupteingabe) Vorschlagsliste für Board-/LaTeX-Schreibweisen öffnen
Shift + Strg + Enter (im Formeldialog) Aktuellen Schritt speichern, Fenster bleibt offen (siehe 7.3)
Alt + I / Alt + O (im Formeldialog) Direkt ins Formel-Eingabefeld / in die Formel-Vorschau springen
Alt + P (im Formeldialog) Formeltext in die Zwischenablage kopieren
Alt + Umschalt + A Ausgabe in eigenem Tab öffnen (siehe 12) – nützlich bei langer Vorschau, wenn die Schaltfläche weit unten liegt
Esc Offenen Dialog (z. B. Profil, Passwort ändern) schließen
Tab / Umschalt + Tab Durch die Schaltflächen und Felder navigieren
Enter im Anmeldeformular Anmeldung abschicken

15. Barrierefreiheit

board ist mit Blick auf Tastatur- und Screenreader-Nutzung gebaut.

Kurzreferenz: Alle Modi, Schnellnavigationstasten und board-Kürzel auf einen Blick stehen in der Referenz Barrierefreiheit – dort auch Tipps zu Farbumkehr, Kontrast und Vergrößerung. Im Konto-Menü unter Barrierefreiheit verlinkt.

Sprungmarken am Seitenanfang (für Screenreader und Tastaturnutzung):

Direkt unterhalb der Eingabe gibt es außerdem den Bereich „Eingabe-Vorschau für Screenreader" – eine zeilenweise vorlesbare Variante des Eingabetextes (besonders gut für JAWS, NVDA, VoiceOver). Dieser Bereich ist per Landmark/Region zugänglich.

Statusmeldungen werden als ARIA-Live-Region angesagt: wenn du verbindest, etwas exportierst oder Hilfe anforderst, hörst du eine kurze Rückmeldung.

Mathematik wird als MathML ausgegeben und von einem aktuellen Screenreader strukturbezogen vorgelesen – nicht als nackte Zeichenfolge, sondern z. B. „Bruch, Zähler a plus b, Nenner a minus b". Das ist für blinde und sehbehinderte Nutzer:innen deutlich hilfreicher als ein reines Bild.

NVDA: Browser-Empfehlung

Wenn du mit NVDA arbeitest, verwende Google Chrome. Microsoft Edge liest Formeln nicht vor – das ist ein bekanntes Problem in der Zusammenarbeit von Edge und NVDA, das nicht auf App-Ebene behoben werden kann.

NVDA: Formeln werden auf Englisch statt Deutsch vorgelesen

Falls NVDA Formeln in englischer statt deutscher Sprache vorliest (z. B. „the fraction with numerator …" statt „Bruch, Zähler …“), liegt das nicht an board, sondern an einer NVDA-Einstellung: Öffne die NVDA-Einstellungen → Mathe und prüfe unter „Sprache“, ob Deutsch ausgewählt ist. Steht dort „Englisch“, auf „Deutsch“ umstellen.

NVDA: In Formeln navigieren

Wenn dein Cursor auf einer Formel steht, kannst du in sie „eintreten" und sie Schritt für Schritt erkunden:

Taste Was passiert
Leertaste oder Enter Formel betreten
← → Zwischen Teilen auf gleicher Ebene wechseln
↓ In einen Unterausdruck hinein (z. B. in den Zähler eines Bruchs)
↑ Eine Ebene zurück
Escape Formel verlassen

Tipp: Falls die Feststelltaste (Caps Lock) als NVDA-Taste klemmt, zweimal schnell drücken – NVDA gibt sie frei.

In Tabellen navigieren

Innerhalb einer Tabelle bewegst du dich mit Strg + Alt + Pfeiltasten von Zelle zu Zelle. Beim Wechsel liest der Screenreader normalerweise die zugehörige Zeilen- bzw. Spaltenüberschrift mit vor. Auf Webseiten kommst du mit T zur nächsten und mit Umschalt + T zur vorherigen Tabelle.

Taste Was passiert
Strg + Alt + Pfeil rechts / links Eine Zelle nach rechts / links
Strg + Alt + Pfeil runter / hoch Eine Zeile nach unten / oben
Strg + Alt + Pos1 / Ende Erste / letzte Spalte der aktuellen Zeile
Strg + Alt + Bild auf / Bild ab Erste / letzte Zeile der aktuellen Spalte

Das gilt für Tabellen, die der Screenreader als echte Tabelle erkennt – so wie die Tabellen in diesem Handbuch und in der Screenreader-Referenz. NVDA und JAWS verwenden dieselben Kürzel.

In Word-Tabellen gibt es für die Navigation mit einzelnen Pfeiltasten eine eigene Tabellenebene (JAWS eingebaut, NVDA mit der Erweiterung Easy Table Navigator). Die Schritte stehen in der Screenreader-Referenz, Abschnitt 3.

Schreib-/Schreibschutz-Hinweise: Wenn die Lehrkraft dir das Schreibrecht erteilt oder entzieht, wird das nicht nur sichtbar in der Statuszeile, sondern auch als Live-Meldung angesagt.

Brailleschrift nachschlagen

Für Formeln in Brailleschrift gibt es zwei Systeme, die du nicht verwechseln solltest: die Mathematikschrift (Marburger System, 6 Punkte) und das deutsche Computerbraille (Eurobraille, 8 Punkte). Beide Regelwerke gibt das Brailleschriftkomitee der deutschsprachigen Länder (BSKDL) frei heraus:

Eine Übersicht mit beiden Werken zum Herunterladen steht im Material auf dem Blatt F050 Nachschlagewerke zur Brailleschrift. Wie die beiden Systeme sich unterscheiden, erklärt die Referenz Barrierefreiheit, Abschnitt 18.


16. Häufige Fragen

Ich darf gerade nichts schreiben.
Standardmäßig kann auf dem gemeinsamen Board nur die Lehrkraft schreiben. Wenn du selbst etwas eintragen sollst, gibt dir die Lehrkraft das Schreibrecht ausdrücklich frei – du siehst das in der Statuszeile. Auf deinem persönlichen Board kannst du immer schreiben.

Ich sehe den Boardnamen nicht mehr.
Du musst ihn nicht mehr eintippen: Die Zuordnung bleibt für das Fach gespeichert, ein Klick auf Gemeinsam genügt. Welches Board zu welchem Fach gehört, siehst du unter Fächer…. Ist das Fach noch mit keinem Board verbunden, frag deine Lehrkraft nach Kürzel und Boardname.

Meine Verbindung wurde unterbrochen.
board verbindet sich meist von selbst wieder. Wenn nicht: Seite neu laden. Deine bisherigen Beiträge bleiben auf dem Server erhalten.

Ich habe mein Passwort vergessen.
Wende dich an deine Lehrkraft oder die Schuladministration. Schüler:innen-Passwörter werden dort zurückgesetzt.

Ich finde meine Schule bei der Anmeldung nicht.
Klicke auf wechseln und tippe einen Teil des Namens oder das Kürzel ein. Taucht deine Schule trotzdem nicht auf, frag deine Lehrkraft – möglicherweise ist die richtige Organisation bereits voreingestellt und du musst gar nichts ändern.

Die Hilfe-Schaltfläche ist ausgegraut.
Du bist entweder nicht im persönlichen Board oder dein Fach ist mit keinem gemeinsamen Board verbunden. Schau in die Statuszeile, wenn du klickst – dort steht der genaue Grund.

Eine Formel sieht in der Vorschau seltsam aus.
Prüfe, ob du beide Backticks gesetzt hast und ob du in Funktionsargumenten Semikolon statt Komma verwendest. Schau dazu in die Mathe-Eingabe-Referenz im Anhang.

Mein Ergebnis hat zu viele oder zu wenige Nachkommastellen.
Setz eine nachkomma-Direktive ganz oben ins Dokument, z. B. nachkomma: 4 (siehe Abschnitt 7.1). Sie gilt für alle Berechnungen im Dokument. Hast du vorher schon berechnet, zeigen alte Ergebniszeilen noch die alte Rundung – Strg + Umschalt + B rechnet nach einer Sicherheitsabfrage alles neu.

Kann ich board auch ohne Mathematik nutzen?
Ja, klar. Schreib einfach normalen Text, benutze Markdown für Struktur, lass die Backticks weg. board ist dann ein kollaborativer Schreibplatz.

Ich habe etwas überschrieben oder gelöscht.
Öffne Aktionen → Historie…: Dort stehen die letzten drei automatisch gesicherten Stände deines Fachs. Wiederherstellen holt einen davon zurück; deinen aktuellen Stand sichert board vorher.

Kann ich pro Fach getrennt arbeiten?
Ja. Lege unter Fächer… für jedes Fach ein eigenes an. Jedes Fach hat sein eigenes persönliches Board, seine eigene Historie und seine eigene Verbindung zum gemeinsamen Board der Lehrkraft.

Was sehen meine Mitschüler:innen?
Nur das, was auf dem gemeinsamen Board steht. Dein persönliches Board ist privat – nur du und die Lehrkraft können hineinschauen, und die Lehrkraft nur in das Fach, das du mit ihrem Board verbunden hast.


17. Anhang: Vollständige Referenzen

Die Referenzen für Mathe-Eingabe, Rechnen und Textgestaltung kannst du direkt über dein eigenes Konto-Menü (Name oben rechts, Pfeil ▾) in die Eingabe laden – die Eingabe muss dafür leer sein.


board ist ein Werkzeug, nicht das Ziel. Wenn dir die Vorschau hilft, einen Gedanken sauber aufzuschreiben und mit deiner Lehrkraft zu besprechen, hat es seinen Zweck erfüllt. Lass dich nicht von der Syntax aufhalten – bei kleinen Tippfehlern zeigt dir die Vorschau sofort, was schiefläuft.